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Rendite (Wiki, Definition)

Rendite: Definition, Berechnung & Arten im Überblick

Die Rendite ist eine Kennzahl, die das Verhältnis von Ertrag zu eingesetztem Kapital misst — ausgedrückt als Prozentsatz pro Jahr. Sie ist das zentrale Kriterium für jeden Kapitalanleger, um verschiedene Investments vergleichbar zu machen.

Rendite Formel: So berechnen Sie sie

Rendite (%) = (Ertrag / eingesetztes Kapital) × 100

Beispiel: Sie investieren 200.000 € und erzielen in einem Jahr 10.000 € Ertrag (Mieteinnahmen). Rendite = (10.000 / 200.000) × 100 = 5 % p.a.

Rendite-Arten bei Immobilien

Rendite-Art Was gemessen wird Formel Typischer Wert
Bruttomietrendite Jahresmieteinnahmen / Kaufpreis (Jahreskaltmiete / Kaufpreis) × 100 3–6 %
Nettomietrendite Nach Abzug von Bewirtschaftungskosten ((Jahresmiete − Kosten) / Kaufpreis) × 100 2–4,5 %
Eigenkapitalrendite Ertrag auf das eingesetzte Eigenkapital (Jahresüberschuss / EK) × 100 5–15 % (mit Hebel)
Gesamtrendite Mietrendite + Wertsteigerung Nettomietrendite + Wertänderung % 4–8 %
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Was ist eine gute Rendite bei Immobilien?

  • unter 3 % Brutto: Sehr niedrig — typisch für Toplagen (München, Hamburg). Wette auf Wertsteigerung, nicht auf Cashflow
  • 3–4 % Brutto: Mittelfeld — gute Lage, stabiler Markt. Negativer Cashflow nach Kosten möglich
  • 4–5 % Brutto: Solide — Cashflow-neutral bis leicht positiv bei normaler Finanzierung
  • 5–7 % Brutto: Gut — positiver Cashflow, attraktiv für Kapitalanleger
  • über 7 % Brutto: Sehr gut — aber Vorsicht: oft verbunden mit höherem Risiko (Lage, Substanz)

Hebeleffekt (Leverage): Durch Fremdfinanzierung kann die Eigenkapitalrendite deutlich höher liegen als die Gesamtrendite. Beispiel: 4 % Mietrendite, 3 % Kreditzins, 20 % Eigenkapital → Eigenkapitalrendite rechnerisch ~9 %.

Rendite vs. Risiko: Die Grundregel

Höhere Rendite bedeutet meist höheres Risiko. Diese Faustregel gilt bei Immobilien besonders:

  • Hohe Rendite in B/C-Städten: Mögliche Ursachen — Leerstandsrisiko, schlechte Substanz, schrumpfende Bevölkerung
  • Niedrige Rendite in A-Städten: Sicherheit durch Nachfrage, aber geringes laufendes Einkommen
  • Qualitäts-Check vor Rendite-Optimierung: Mikrolage, Bauzustand, WEG-Rücklage immer prüfen — auch wenn die Rendite attraktiv erscheint
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FAQ: Rendite

Was bedeutet „5 % Rendite p.a.“?

5 % Rendite per annum bedeutet, dass Sie mit Ihrem investierten Kapital pro Jahr 5 % Ertrag erzielen. Bei 100.000 € Einsatz: 5.000 € Jahresertrag. Die Rendite ist immer auf Jahresbasis angegeben, sofern nicht anders genannt.

Was ist der Unterschied zwischen Rendite und Zinsen?

Zinsen sind die vereinbarte Vergütung für ein Darlehen — ein fester Prozentsatz auf das geliehene Kapital. Rendite ist allgemeiner: Sie misst den tatsächlich erzielten Ertrag auf investiertes Kapital, inklusive Kursgewinnen, Mieteinnahmen oder Dividenden.

Wie rechnet man die Nettomietrendite aus?

Nettomietrendite = ((Jahreskaltmiete − Bewirtschaftungskosten) / Kaufpreis) × 100. Bewirtschaftungskosten typisch: 20–30 % der Jahreskaltmiete (Hausgeld, Verwaltung, Reparaturrücklage). Beispiel: 12.000 € Jahreskaltmiete − 3.000 € Kosten = 9.000 € netto / 200.000 € Kaufpreis = 4,5 % Nettomietrendite.

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